Historie

Der Kletterturm Gschwendt wurde 2013 von Margit Krogler gebaut und wird seit der Eröffnung am 9. Dezember 2013 als eigenständige Firma geführt.

Seit der Eröffnung konnten wir unser Angebot im Bereich Kinder / Jugendliche / Familien kontinuierlich erweitern, so dass inzwischen wöchentlich ca. 100 Kinder mit und ohne Handicap, aufgeteilt auf 9 integrative Klettergruppen bei uns klettern und bouldern.

Des weiteren bieten wir ein umfangreiches, Familienfreundliches Angebot von der Familienkarte über sehr geringe Gebühren für Leihausrüstung bis zu verschiedenen Kindergeburtstagsangeboten.

Seit Mai 2014 besteht eine Kooperation mit der Stiftung Attl, die es den Bewohnern ermöglicht, jederzeit mit ihren Betreuern zu uns zu kommen und kostenlos zu klettern. Für die Mitarbeiter der Stiftung Attl bringt die Kooperation ermäßigte Eintrittspreise sowie Ermäßigungen auf Kursangebote mit sich.
Seit Mitte 2014 kooperieren wir ebenfalls mit dem Heckscher Klinikum sowie mit der Jugendhilfe Feldkirchen

 

Philosophie

Entstanden ist der Kletterturm Gschwendt mit der Intuition, ein sinnvolles Kletterangebot für Kinder, Jugendliche, Familien und genuss- und Gesundheitskletterer zu schaffen.
Des weiteren sollte das Konzept eine sinnvolle Ergänzung zu meiner ergotherapeutischen Praxis werden und das therapeutische Klettern somit einen der Schwerpunkte darstellen.

Somit war die Entscheidung nicht nur in Teilen, sondern grundsätzlich Integrativ zu arbeiten schnell getroffen. Das bedeutet wir versuchen jedem Kind nach entsprechendem Kennenlernen und Eingewöhnung eine Teilnahme an einer Gruppe zu ermöglichen. Grundvoraussetzung ist, dass in absehbarer Zeit sowohl das einzelne Kind als auch die Gruppe voneinander profitieren

Inzwischen ist es für Kinder wie Eltern ganz normal, dass bei uns ganz unterschiedliche Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen Stärken und Fähigkeiten aber auch Handicaps miteinander klettern, bouldern und spielen.

Wir versuchen den Kindern auf Augenhöhe zu begegnen und sie ernst zu nehmen. Dies spiegelt sich wieder in der Struktur, die wir den Kindern mit klaren Verhaltensregeln vorgeben und dem Vertrauen, das wir den Kindern vermitteln in dem wir ihnen möglichst viel Eigenverantwortung übergeben. Wir legen großen Wert auf gegenseitigen Respekt und versuchen zu vermitteln, dass erbrachte Leistung (in diesem Fall Kletter- oder Boulderleistung) immer an den individuellen voraussetzungen gemessen werden muss und somit eine objektive Sichtweise auf die Dinge immer hilfreich ist. Nicht an der Norm, sondern an den eigenen Fähigkeiten gemessen zu werden gibt Sicherheit und Selbstvertrauen. Daran können die Kinder und Jugendlichen wachsen.

Vor einem Jahr standen wir zum ersten Mal vor der großen Frage: Was tun mit sehr talentierten Kindern und Jugendlichen? Vor allem weil diese auch selbst nachfragten, wie es denn mit Wettkampf im Klettersport aussieht. Da wir uns auf die Fahne geschrieben haben, ALLE Kinder und Jugendlichen entsprechend ihren Voraussetzungen zu fördern und zu fordern, haben wir uns was einfallen lassen. Herausgekommen ist die Wettkampfgruppe.

Da in unserer Boulderhalle die Kinder und Jugendlichen eindeutig in der Mehrheit sind, werden sie auch je nach Alter und Ambitionen stark in die Gestaltung der Kletter- und Boulderbereiche mit einbezogen. So lassen wir schon die allerkleinsten (4-6 Jahre) sich Boulder erarbeiten, die dann gemeinsam den Wünschen und Vorstellungen unserer Minis entsprechend geschraubt werden. Mit den größeren Kindern werden ebenfalls immer wieder Boulderprobleme erarbeitet und gemeinsam geschraubt. Die Jugendlichen dürfen in regelmäßigen Aktionen selbst Routen schrauben, wobei wir natürlich mit Rat und Tat zur Seite stehen, aber in den Routenverlauf nach Möglichkeit nicht eingreifen. Die Bewertung der Routen erfolgt dann durch die anderen Kinder und Jugendlichen sowie durch unsere Klettergäste – eine ziemlich spannende Geschichte für unsere Jugendlichen, die meist sehr stolz macht, weil die Jungs und Mädels erstaunlich kreativ und konzentriert arbeiten!

Für alle, die sich dran erinnern, dass Klettern ursprünglich ein Outdoor-Sport an richtigen Felsen war – wir wissen das und wir bieten im Laufe des Jahres immer wieder Möglichkeiten an, den Kindern den Fels und die Natur näher zu bringen. Dies geschieht sowohl in Tagesausflügen wie auch in mehrtägigen Ferienangeboten.

Zu guter letzt noch das Thema Elternarbeit, das natürlich auch eine Rolle in unserer Philosophie spielt. Wir legen Wert darauf die Eltern der Kinder kennenzulernen und finden es auch sehr wichtig, dass sich die Eltern für das Tun und Treiben ihrer Kinder und in diesem Zusammenhang auch für unsere Arbeit interessieren. Regelmäßiger Austausch und gerne auch hin und wieder die letzte halbe Stunde zuschauen ist ausdrücklich erwünscht.
Was in unserem Konzept nicht erwünscht ist sind Eltern, die an ihre Kinder Erwartungen haben und ihnen Dinge abverlangen, die sie selbst nie in der Lage waren zu Leisten. Wir fördern und fordern jedes Kind nach seinen Möglichkeiten und bringen die meisten Kinder und Jugendlichen auch früher oder später an ihre Grenzen, den Grenzen erfahren und überwinden ist beim Klettern wie im Leben eine sehr wichtige Erfahrung. Was wir in unserer Halle aber nicht möchten ist Leistungsdruck! Davon haben die Kinder ohnehin mehr als genug.

Wir wünschen uns, dass sie uns und unserer Arbeit vertrauen und ihrem Kind und uns die Zeit geben, die es benötigt um die eigenen Ziele und Wünsche zu erreichen.

 

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